Donnerstag, 29. November 2012

Nummer drei.

NOCH zähle ich ...

Rechter Oberschenkel. Es brennt wie Hölle, aber es juckt nicht, gar nicht. Dick, heiß, kein entsetzlicher Juckreiz. Gut.

Telefoniert. 2 Stunden mit einer guten Freundin und ehemaligen Kollegin. Und ausgemacht, wann ich wieder hin fahre. Und immer wieder schade, wie weit sie jetzt weg ist!

Telefoniert mit der anderen guten Freundin. Sie kommt. Noch vor Weihnachten. Ich freu mich! Sehr.

Weihnachtsdeko, Adventskranz und Adventskalender sind morgen fällig.

Viel Trubel bis Weihnachten. Das ist gut so. Trubel ist gut, um nicht auf schwere Gedanken zu kommen!

Mittwoch, 28. November 2012

Nummer zwei.

Nein, ich will jetzt nicht jeden Tag Spritzen zählen ...

Die zweite heute, ganz allein für mich die erste also eigentlich. Oder doch die zweite ... ja mei.

Das Spritzen an sich krieg ich hin, glaub ich. DARAN gewöhn ich mich tatsächlich. Auch wenn ich mich noch anstell wie beidseitig linkshändig. Aber was sag ich dem Kind immer: Alles braucht nur ein bißchen Übung!

Aber dieses Brennen und Jucken ... DAS ist entsetzlich. 2 Stunden lang. Gut dann isses weg. Aber das sind immerhin 2 Stunden meiner kostbaren Zeit. Wenn ich nur immer so viel Bedeutung meiner Zeit zumessen würde ...

Und jetzt wünsche ich mir, dass dieser entsetzliche kalte, schwere Regen endlich in Schnee übergeht. Diese andauernde Regnerei ist furchtbar!

Dienstag, 27. November 2012

Man gewöhnt sich an alles?

Also eigentlich hätte ich nie gedacht, dass mir die fehlende sportliche Betätigung und meine dadurch entstandene "Rubensfigur" irgendwann irgendwie zunutze sein könnte ... und wurde heute eines Besseren belehrt. Mein Bauch ist praktisch perfekt zum Spritzen. Ebenso die Lovehandles oberhalb des Pos und natürlich das schon etwas hängende Gewebe an den Oberarmen ...

Jetzt gilt's. Ab sofort wird täglich gespritzt. Reihum. Rechts, links, oben, unten. Mit Tagebuch, in dem genaue Stellen und Einstichtiefen verzeichnet sind.

Ich weiß: man kann sich an alles gewöhnen...

*mangewöhntsichanallesmangewöhntsichanallesmangewöhntsichan*

Es brennt und juckt, es ist unangenehm ... und das seit gut einer Stunde ....

*mangewöhntsichanallesmangewöhntsichanallesmangewöhntsichan*

In meinem Schlafzimmer steht nun ein dunkelblauer Spritzenabwurfbehälter, dunkelblaues Injektoretui, Copaxone 28er-Pack, ... blau passt nicht ins Gesamtgefüge. Ich habe Holz und grün und weiß ... zur Not auch schwarz. Ich mag blau als Farbe nicht ...

*mangewöhntsichanallesmangewöhntsichanallesmangewöhntsichan*

Sonntag, 25. November 2012

Anfällig? Anfällig.

Schniefnase, dicker Kopp, Husten, Stimme weg. Ich war schon mal standhafter, wenn es darum ging erkältungsfrei durch die Welt zu gehen. Normalerweise ist es nämlich so, dass alle um mich rum schniefen und rotzen und husten. Und ICH mittendrinn einfach gar nichts kriege. Normalerweise. Unter normalen Umständen. Sonst so ...

Anfälliger zu sein, nicht nur was Erkältungen betrifft? Oder hör ich jetzt wieder die Würmer husten. Ich muss aufhören, alles und jeden mit dieser mickrigen, fiesen Krankheit in Verbindung zu bringen!

Samstag, 24. November 2012

... ohne ...

Während durch mein Hirn Überlegungen ziehen, zu welcher Tageszeit die Spritze in mein Leben integriert werden soll, stolpert der eine oder andere Gedanke noch hinter der Information über die weiterführenden Schulen her. Hinten rechts rauscht leise, aber nervtötend dauerhaft die Frage: wie willst du deinen Job weiter gut machen? Du bist krank und langsam und müde geworden ... wie soll das weiter gehen? Während sich die wichtigste Entscheidung des Wochenendes ihren Weg bahnt: Was soll ich nur kochen? Und dann ist da noch die Ecke, die sich mit dem unerträglich peinlichen Benehmen des Ex beschäftigen muss und der Frage: Wie konnt' ich nur ...? Die limitierte Fernseh- und DS-Zeit des Kindes muss berechnet werden.  Und tausend andere Dinge auch noch. Gefühlt.

Kein Wunder verknotet sich mein Hirn ständig. Kein Wunder krieg ich all das Denken nicht mehr sortiert. 

Manchmal wünschte ich mir, ich würde alleine sein. Und nur für mich selbst verantwortlich. Und könnte gehen. Und mich und alles andere hinter mir lassen. Wie Sperrmüll.

Neue Begleiter.

Ab heute, stets und immer, in meinem Kühlschrank neben Bionade, Frischmilch, Speckwürfel, Käse und Karotten zu finden: